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Zecke

Allgemeines:
Der gewöhnliche Holzbock produziert zwar kein Gift, kann aber Überträger verschiedener Krankheitserreger sein. Einerseits können Zecken das FSME-Virus weitergeben, s.a. Frühsommer-Meningoenzephalitis, andererseits führen sie durch Übertragung des Bakteriums Borrelia burgdorferi zu der sogenannten Zecken-Borreliose, s.a. Lyme-Borreliose.

Vorkommen/Verbreitung:
Borrelien übertragende Zecken kommen überall in Mittel-, Ost-, und Nordeuropa vor, außerdem in Nordamerika und Australien. Für Zecken, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen können sind sogenannte Endemiegebiete bekannt, s.a. Karten der FSME-Endemiegebiete. Typische Lebensräume aller Zecken sind hohes Gras, lichte Wälder und Büsche, in denen sie auf Blättern und Zweigen sitzen. Sie lassen sich von Menschen und Tieren abstreifen und suchen an ihnen feuchtwarme Körperpartien auf.

Typische Merkmale:
Eiförmiger rot- bis hellbräunlicher Körper mit hartem Rückenschild von 1-2 mm Größe, in vollgesogenem Zustand bis zu 1 cm. Am kleinen dunkler gefärbten Kopf befinden sich Mundwerkzeuge, die speziell zum Stechen und Saugen ausgebildet sind. Bei Larven findet man drei Beinpaare, bei den etwas größeren Nymphen und Adulten jeweils vier. Zwischen den einzelnen Entwicklungsabschnitten muß eine Blutmahlzeit aufgenommen werden. Diese dauert bei den Larven zwei bis vier, bei den weiter entwickelten Nymphen drei bis fünf Tage.

Symptome:
Zecken hinterlassen nach ihrer Blutmahlzeit eine kleine juckende Einstichstelle, die durch sekundäre Infektion mehr oder weniger stark gerötet und empfindlich sein kann. Etwa die Hälfte aller Zeckenbisse bleibt unbemerkt. Die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa ist die Lyme-Krankheit. Diese entsteht durch Weitergabe des Bakeriums Borrelia burgdorferi. Wesentlich seltener aber komplikationsreicher ist die durch das entsprechende Virus übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die beiden möglicherweise hervorgerufenen Krankheitsbilder unterscheiden sich deutlich voneinander. Symptome sind unter Lyme-Borreliose bzw. Frühsommer-Meningoenzephalitis nachzulesen.

Erste Hilfe:
Zecken sollten sofort aus der Haut entfernt werden. Nach Möglichkeit sollte dies mit einer speziellen Zeckenzange (aus der Apotheke) erfolgen. Die Zecke wird damit gefaßt und unter vorsichtigem Drehen entfernt. Quetschen ist bei der Entfernung unbedingt zu vermeiden. Keine Anwendung von Öl oder Klebstoff. Sorgfältige Wunddesinfektion.

Wann ist ein Arztbesuch notwendig?
Bei Auftreten von Symptomen, die zur Frühsommer-Meningoenzephalitis oder Lyme-Borreliose passen, ist ein Arzt aufzusuchen. Er kann die notwendigen Blutuntersuchungen veranlassen und bei der Diagnose einer Borreliose ein Antibiotikum verschreiben. Die vorsorgliche Gabe eines Antibiotikums hat sich als nicht sinnvoll erwiesen. Welche Gebiete in Europa FSME-gefährdet sind, kann man aus der Europakarte und der Österreichkarte ersehen, s. Karten der FSME-Endemiegebiete. Vorbeugende Maßnahmen: Schutz vor Zeckenbissen durch geeignete Kleidung, die möglichst viel Hautfläche bedeckt. Man gefährdet sich vor allem, indem man durch Gebüsch und waldnahe Wiesen streift, weil dabei Zecken abgestreift werden. Nach Waldspaziergängen Körper nach Zecken absuchen.


Sollten Sie uns nicht erreichen, rufen Sie bitte einen anderen Giftnotruf an:

Berlin: 030 / 19240
Erfurt: 0361 / 730 730
Freiburg: 0761 / 19240
Göttingen: 0551 / 19240
Homburg: 06841 / 19240
Mainz: 06131 / 19240
München: 089 / 19240

 

 

 

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