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FSME

Allgemeines:
Die Erkrankung ist auf Endemiegebiete beschränkt. In Deutschland erkranken jährlich etwa 250 Personen.

Vorkommen/Verbreitung:
FSME-Virus übertragende Zecken kommen in vielen europäischen Ländern gehäuft vor. S.a. Karten der FSME-Endemiegebiete. 0,4 bis 10% aller in Endemiegebieten vorkommenden Zecken sind von dem Erreger befallen. Das natürliche Reservoir des Erregers sind Mäuse. In Höhen über 800 m besteht kaum noch Gefahr für eine Infektionsübertragung durch Zecken. S.a. Zecke.

Typische Merkmale:
s. Zecke

Symptome:
In 70 bis 90% verläuft die Erkrankung asymptomatisch. Für den Fall eines krankhaften Verlaufs ist dieser durch zwei unterschiedliche Phasen charakterisiert. Zwei bis 28 Tage nach dem Zeckenstich kommt es in 10 bis 30% zu Fieberanstieg mit grippalen Erscheinungen. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche entsteht in circa 10% in der zweiten Krankheitsphase ein erneuter Fieberanstieg. 60% der davon betroffenen Patienten erleiden Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten, in 30% entzünden sich Nervenbahnen und -wurzeln. Diese Entzündungen gehen mit Lähmungen einher, die sich vor allem im Bereich des Schultergürtels zeigen. Kinder und Jugendliche haben in der Regel leichtere Krankheitsverläufe.

Chronische Schäden:
Einen dauerhaften Schaden tragen 6 bis 46% der an FSME erkrankten Patienten davon. In 10 bis 15% handelt es sich dabei um lange andauernde Kopfschmerzen, bei 3 bis 11% bestehen Restlähmungen und Schwäche der Muskulatur. In Einzelfällen kann ein Anfallsleiden zurückbleiben. Das Risiko an einer FSME zu versterben beträgt etwa 1-2%.

Erste Hilfe:
s. Zecke

Therapie:

symptomatische Behandlung.

Vorbeugende Maßnahmen:
s. Zecke
Fragen zur Impfung bei Reisen in FSME-gefährdete Gebiete können wir nicht beantworten. 

Schutzimpfung:
Es stehen sowohl aktive wie auch passive Impfmöglichkeiten zur Verfügung. Die Aktivimpfung mit abgeschwächten Viren ist für solche Personen vorgesehen, die sich aus beruflichen Gründen oder bei Freizeitaktivitäten in FSME-Endemiegebieten aufhalten müssen (Waldarbeiter, Landwirte, Sportler). Nach ärztlicher Rücksprache kann es eventuell sinnvoll sein, Normalbevölkerung bzw. Urlauber in Endemiegebieten zu impfen. In Deutschland stehen zwei Impfstoffe für Erwachsene und ein Impfstoff für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zur Verfügung.

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen führt keine Impfberatung im Einzelfall durch. Hier können z.B. das örtliche Gesundheitsamt oder Impfberatungsstellen oder die  aktuellen Impfempfehlungen des Rober-Koch-Institus weiterhelfen.

Die Indikation für eine passive Immunisierung wurde in den letzten Monaten weiter eingeschränkt. Sie ist nach Angaben des Herstellers ganz restriktiv zu handhaben und nur dann ggf. sinnvoll, wenn eine Person, die sonst in einem Nicht-Endemiegebiet wohnt, sich kurzfristig in einem Endemiegebiet aufhält und dort von einer Zecke gebissen wird.

 Achtung: Seit Ende August darf die passive Immunisierung nicht mehr bei Kindern (bis vollendetem 14. Lebensjahr) angewendet werden. Ausfühliche Informationen zu Einschränkungen des Anwendungsgebietes bei der passiven Immunisierung gegen FSME


Sollten wir nicht erreichbar sein, rufen Sie bitte einen anderen Giftnotruf an:

Berlin: 030 / 19240
Erfurt: 0361 / 730 730
Freiburg: 0761 / 19240
Göttingen: 0551 / 19240
Homburg: 06841 / 19240
Mainz: 06131 / 19240
München: 089 / 19240

 

 

 

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