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Aspisviper - Vipera aspis

Vorkommen/Verbreitung:
Die Aspisviper wird als "eigentliche? europäische Giftschlange bezeichnet, da sie nur hier vorkommt. Sie ist vorwiegend über weite Teile von West-, Mittel- und Südeuropa verbreitet (Nordspanien, Frankreich, Schweiz, Italien, Schwarzwald). Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige, trockene, steinige Hänge. Die vorwiegend tagaktive Aspisviper findet man in Ausnahmefällen bis zu einer Höhe von 3000m.

Typische Merkmale:
Die Schnauze der Aspisviper ist an der Spitze ein wenig nach oben gezogen, im Gegensatz zur Sandviper fehlt jedoch ein Horn. Vom Kopf abgesetzt findet sich ein 60 bis maximal 70cm langer Körper von variabler Grundfarbe. Männchen sind vorwiegend hellgrau mit schwarzem Wellen- oder Zickzackband auf dem Rücken. Weibchen sind eher graubräunlich mit schwächerer Bandzeichnung. Ein Bild der schwarzen Variante der Aspisviper.

Gefahr:
Vergiftungen durch Schlangenbisse passieren vorwiegend in den warmen Sommermonaten, meist provoziert durch unnötiges Anfassen der Tiere, gelegentlich aber auch beim Beerensammeln oder Barfußlaufen.

Symptome:
Lebensbedrohliche oder etwa tödliche Schlangenbisse sind ausgesprochen selten; meist kommt es nur zu lokalen Vergiftungserscheinungen. Schmerzen sind in der Regel nicht stark ausgeprägt, dahingegen tritt in den ersten zwei Stunden nach Schlangenbiß regelmäßig eine Schwellung auf, die sich der Schwere der Vergiftung entsprechend mehr oder minder schnell ausbreitet. Der Biß der Aspisviper kann in wenigen Fällen zu Lähmungen führen. Zu den seltenen allgemeinen Vergiftungserscheinungen zählt man: Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen, Krämpfe, eventuell Schwindel und Bewußtseinstrübung.

Erste Hilfe:
Richtlinien für die Patientenbetreuung bei Giftschlangenbissen umfassen allgemeine und vor allem lokale Ruhigstellung. Unbedingt vermieden werden sollten das Aussaugen, Abbinden oder Ausschneiden der Wunde. Eventuell Schocklagerung durchführen. Nächstgelegenen Arzt aufsuchen. Dort wird falls vorhanden ein Antiserum verabreicht.

Vorbeugende Maßnahmen:
Schlangen sind generell sehr scheue Tiere. Herannahende Schritte nehmen sie durch Bodenvibrationen wahr, woraufhin sie in der Regel flüchten. In unübersichtlichen Gebieten sollte man daher stets fest auftreten und nach Möglichkeit Wege benutzen. Falls man eine Schlange erblickt ist ruhiges Verhalten am wichtigsten, das Tier wird die Zeit zum Rückzug nutzen. Besondere Vorsicht ist in gefährdeten Gebieten geboten beim Klettern, Aufheben von Brennholz oder Steinen bzw. nachts.


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    Berlin: 030 / 19240
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    Freiburg: 0761 / 19240
    Göttingen: 0551 / 19240
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