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Roßkastanie (Aesculus hippocastanum)

Synonyme: Kastanie

Giftigkeit : gering giftig

Standort/Verbreitung:
Beliebter Allee- und Parkbaum, teilweise auch verwildert. Beheimatet in Europa und im Balkan.

Typische Merkmale:
Bis zu 30 m hoher Baum mit dichter Krone. Die Blätter sind gefingert, die einzelnen Blättchen etwa 20 cm lang. Zwischen Mai und Juni zeigen sich Blüten in aufrecht stehenden Rispen, diese sind rot, weiß oder gelb. Die Kastanienfrüchte (September bis Oktober) befinden sich in einer stacheligen, grünen Kapsel, der Samen selbst ist braun, flachkugelig und derb.
Im Gegensatz zu den Samen der echten Kastanie (Castanea vesca) sind Roßkastanien ungenießbar.
Nicht mit der Mahonie verwechseln (s. dort)!

Giftige Pflanzenteile und Inhaltsstoffe:
Alle Organe sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und unreifen Früchte.

Giftig durch:
Besonders in grünen Fruchtschalen und Samen befinden sich Saponine. Bei intakter Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts werden die Giftstoffe kaum aufgenommen.

Kritische Dosis:
Eine Kastanie

Mögliche Symptome:
Es kommt zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen. Nach Literaturangaben wurden Hautrötung, weite Pupillen, Angstgefühle und Schläfrigkeit nach Roßkastaniengenuß beobachtet. Da die Frucht einen Durchmesser von bis zu 4 cm haben kann, bleibt sie möglicherweise im Magen als Fremdkörper liegen.

Erste Hilfe:
Falls eine einzelne Roßkastanie geschluckt wurde reichlich Flüssigkeit trinken lassen. War die Kastanie groß oder wurden mehrere eingenommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.











© Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW
Photo: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Botanischer Garten
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


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