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Pfaffenhütchen, [Sindelbaum] (Euonymus europaeus)

Synonyme: Spindelstrauch, Pfaffenkäpplein, Spillbaum

Giftigkeit : giftig

Standort/Verbreitung:
In Europa, vor allem Mitteleuropa und Asien vorkommend. Das Pfaffenhütchen bevorzugt Waldränder, Hecken, Raine und Abhänge.

Typische Merkmale:
Die zu den Spindelstrauchgewächsen zählende Pflanze wächst als Strauch oder Baum und wird bis zu 3 m hoch. Die Blätter sind ei- und lanzettförmig, gegenständig. Die Blüten (Mai bis Juni) sind klein, gelblich-grün, in achsenständigen Scheindolden wachsend. Die Früchte (September bis Oktober) sind orange. In einer vierfächrigen teilweise sehr großen Kapselfrucht befinden sich 1 bis 4 weiße Samen.

Giftige Pflanzenteile:
Alle Pflanzenteile, besonders die Samen sind giftig.

Giftig durch:
Vor allem in den Samen befinden sich Steroidglykoside (Cardenolide), außerdem Alkaloide, Evonin, Coffein und Theobromin.

Kritische Dosis:
Nicht bekannt. Bis zu 3 Samen werden in der Regel problemlos vertragen.

Mögliche Symptome:
Es kann zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und wiederholtem Erbrechen kommen. Nach Literaturangaben sind Kreislaufstörungen, Leber- und Nierenschäden sowie tödlicher Ausgang möglich. Die beschriebenen Krankheitszeichen können noch bis zu 18 Stunden nach dem Verzehr von Pflanzenteilen auftreten.

Erste Hilfe:
Nach Verzehr weniger Beeren ist es in der Regel ausreichend, Flüssigkeit trinken zu lassen. Falls mehr als 3 Samen eingenommen wurden, sollte nach Literaturangaben ärztlicherseits Kohle gegeben und eventuell eine Giftentfernung vorgenommen werden.











© Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW
Photo: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Botanischer Garten
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


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