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Lupine, Gelbe und Blaue (Lupinus polyphyllos)

Giftigkeit : giftig

Standort/Verbreitung:
Die zu den Schmetterlingsblütlern zählende Pflanze besitzt etwa 200 verschiedene Arten und ist in Nord- und Südamerika sowie im Mittelmeergebiet und dem tropischen Afrika beheimatet. In Deutschland vor allem an Waldrändern und Lichtungen oder als kultivierte Gartenpflanze anzutreffen.

Typische Merkmale:
Bis 1 m hohe Pflanze mit zahlreichen, handförmigen, 9- bis 15-teiligen Blättern. Die Blüten (Mai - August) sind blau, rosa oder violett, in aufrechten Trauben angeordnet. Die dicht behaarten Hülsen sind vielsamig.

Giftige Pflanzenteile:
Samen und Kraut. Die in Europa gezüchtete sogenannte süße Lupine ist wesentlich weniger giftig als Pflanzen in ihrem Heimatbereich.

Giftig durch:
Alkaloide.

Kritische Dosis:
Nicht bekannt. Ab etwa einer Hülse muß mit Krankheitszeichen gerechnet werden.

Mögliche Symptome:
Nach Einnahme giftiger Pflanzenbestandteile kommt es zu allgemeiner Unruhe mit Blässe, Schwitzen, Zittrigkeit und Erbrechen. Des weiteren findet man Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und Lähmungen, die möglicherweise einen Atemstillstand herbeiführen.
Für Wildtiere sind die Gifte der Lupine unschädlich, Pferde und Schafe waren nach Literaturangaben jedoch häufiger von teilweise schwerwiegenden Vergiftungen betroffen.

Erste Hilfe:
Reichlich Flüssigkeitszufuhr (Wasser/Saft). Nach Literaturangaben ist bei einer Menge von einer Hülse ärztlicherseits die Giftentfernung sowie Kohlegabe erforderlich.











© Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW
Photo: Prof. Dr. Wilhelm Barthlott, Botanischer Garten
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


 

 

 

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